Kultur gibt Orientierung und hilft, die komplexe Welt besser zu verstehen. Sie ist das, was überliefert wird und was überdauert. Denn nur wer seine kulturelle Identität kennt und mit ihr verwurzelt ist, kann anderen Kulturen offen und ohne Vorurteile gegenübertreten. Die Künstler und Architekten leisten einen gesellschaftlich immens wichtigen Beitrag. Es ist mir daher ein Anliegen, Interessierten das vielfältige Gebiet der Kunst- und Architekturgeschichte zugänglich zu machen. Deshalb biete ich als Mitglied der AICA, Association internationale des critiques d’art: Sektion Schweiz, auf freiberuflicher Basis Dienstleistungen wie Vorträge, Führungen, Fachartikel und Lektorat an.Die Ressourcen dieser Arbeiten schöpfe ich aus meinem beruflichen Werdegang:

Geboren in Zürich. Dolmetscherschule Zürich 1977–1980. Studium der Kunstgeschichte, der Anthropologischen Psychologie und Germanistik an der Universität Zürich 1983–1988. Produktionsredaktorin bei der Zeitschrift PARKETT und wissenschaftliche Redaktorin bei der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK) in Bern. Gutachterin für die Denkmalpflege des Kantons Zürich 1998-2008. Seit Januar 2000 freie Autorin und Kunstkritikerin u.a. für das Kunst-Bulletin, NZZ, Kunstforum International. Verfasserin zahlreicher Katalogbeiträge und Monographien zur zeitgenössischen Kunst. Kunsthistorische Texte für das Museum Haus Konstruktiv, Zürich.


Fr

23

Feb

2018

Bruce Nauman — Disappearing Acts

Die Ausstellung mit dem Titel «Disappearing Acts» versammelt Werke aus allen Schaffensphasen von Bruce Nauman, einem der bedeutendsten Kunstschaffenden seit den 1960-er Jahren. Nauman ist ein singulärer Künstler, der sich stets auf die eigene Erfahrung bezieht. Dennoch nennt der Künstler selbst die auf ihn und seine Arbeit einflussreichsten Persönlichkeiten: Samuel Beckett, Ludwig Wittgenstein, John Cage, Philip Glass, La Monte Young und Meredith Monk. Europäische Denktraditionen verbindet er mit in den USA entwickelten Ansätzen empirischer Verhaltensforschung. Seine multimedialen Arbeiten sind immer komplex und einfach zugleich.

 

Nicht eindeutig sein, sich zurücknehmen und sich zurückziehen bis hin zur Verweigerung gehört zum kritischen Repertoire des Werkansatzes von Bruce Nauman. Es ist ein Prinzip, das er auch hinsichtlich der Selbstdarstellung konsequent umsetzt. 1970 veröffentlichte Nauman einige Notizen unter dem Titel «Withdrawal as an Art Form». Dieser Rückzug als eine Kunstform ist für Nauman eine Methode, um menschliches Verhalten angesichts einer entleerten Situation zu erforschen und sich vor einer zu weitgehenden öffentlichen Exponierung zu schützen. In einigen Skulpturen aus den 1960er Jahren stellt er seinen eigenen  Körper nur in Umrissen dar. Damit betont er seine Absenz, oder wenn er sich selbst modelliert, manifestiert sich lediglich die negative Gussform.

 

Die Installation mit zwei Industriebecken und zwei nach dem Kopf von Nauman geformten Gipsköpfen sind in negativer und in positiver Form präsentiert. Aus ihren Mündern sprudelt Wasser in stetigem Kreislauf, der die heitere Atmosphäre von Wasserspielen und Springbrunnen gezielt bricht. Römische Fontänen und ihre Wasserspiele inspirierten Nauman zur Installation «Venice Fountains», die auf der 52. Venedig Biennale zu sehen war. Der Künstler spielt somit auf den Niedergang des atmosphärisch aufgeladenen und dichterisch verklärten Venedigs an. Dies ermöglicht einen unvoreingenommenen Blick auf Venedig als einer lebendigen Stadt, die zwischen ihrem grossen Erbe und den Problemen eines drohenden Untergangs balancieren muss.

Die Grundidee für diese Brunnenarbeit lässt sich bis zu früheren Arbeiten aus den 1960er Jahren verfolgen, wie etwa das «Selfportrait as a Fountain»  aus dem Jahre 1966/67, der berühmt gewordenen Fotografie, die Bruce Nauman dabei zeigt, wie er Wasser ausspuckt und damit selbst zum Brunnen wird. Das in einem Kunstkontext gezeigte Waschbecken erinnert aber auch an das Prinzip des Readymades von Marcel Duchamp.

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Do

22

Feb

2018

Nasca. Peru – Auf Spurensuche in der Wüste

Die faszinierende Nasca-Kultur hatte ihre Blütezeit zwischen ca. 200 v. Chr. bis 650 n. Chr. Damals wurde das Nasca-Becken an der Südküste Perus mit gigantischen Bodenzeichnungen, den sogenannten Geoglyphen, versehen. Die gehaltvolle Ausstellung präsentiert nun die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

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Mi

07

Feb

2018

Klaudia Schifferle — Spaziergang im Übermorgen

Es ist kaum vorstellbar, dass die ausgestellten Werke von derselben Künstlerin stammen, denn ungeheuer ist die Vielfalt der meist parallel entstehenden Werkgruppen. Klaudia Schifferle ist in den diversesten Medien heimisch; in einem abstrakten wie auch in einem figurativen Formenvokabular. Dies mag damit zu tun haben, dass sich die Bedingungen der menschlichen Existenz in den Werken niederschlagen, abtastend, experimentierend und ergründend. Der Spaziergang in zukünftigen Lebensräumen ist gesäumt von den wunderlichen Geschichten und Bildwelten der auch dichtenden Künstlerin.

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Fr

01

Dez

2017

Julie Knifer und Aurélie Nemours — Letzte und erste Bilder

Das Museum Haus Konstruktiv lässt die Grande Dame der geometrisch-abstrakten Kunst, Aurélie Nemours, auf Julije Knifer, einen der bedeutendsten kroatischen Künstler seiner Zeit, treffen. Anhand von zahlreichen Arbeiten wird in zwei Einzelausstellungen ihre geistige Verwandtschaft beleuchtet.

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Mo

23

Okt

2017

Sandra Senn — Zwischen zwei Meeren

Sandra Senn komponiert modellhafte Bilderwelten an den Schnittstellen zwischen Fiktion und konstruierter Wirklichkeit. Vermeintlich fotografische Abbilder in Form von seltsam angelegten Bildkonstruktionen zeigen schimärische Objekte und Skulpturen inmitten von übernatürlich wirkenden Landschaften.

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