Di

17

Jul

2018

Wohnkolonie ABZ Sihlfeld Zürich, 1927-29

Entlang der Sihlfeldstrasse beeindrucken die monumentale Fassade mit ihren gestaffelten, dreieckig vorspringenden und mehrgeschossigen Erkern mit Wandmalereien sowie die farbige Szenengestaltung der Front am Bullingerplatz. Diese Partien bilden architektonisch die beste Möglichkeit für die Platzierung von Bildern, die friesartig über die Fassaden angeordnet sind.

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Fr

06

Jul

2018

Erwin Wurm – Peace & Plenty

Was geht in einer Person vor, die sich einen Benzinschlauch in den Mund stösst, sich mit brennenden Zigaretten zwischen den Fingern Benzinschläuche in die Hosentaschen steckt oder aus Ausstellungsbesuchern Skulpturen macht? Antwort darauf geben rund 700 Arbeiten auf Papier, die nun in Luzern zu sehen sind.

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Do

31

Mai

2018

Andreas Rüthi — Field-Paintings

Die Arbeiten von Andreas Rüthi loten das Potential von Reproduktionen aus, welche durch den Akt einer Geste wie auch der Neuinterpretation intensiviert und energetisiert werden. So sind die neuen Werke unter dem Titel «Field-Paintings» als spielerischer Verweis auf «Color Field Painting» eine Demonstration dessen, welche Dimension das Erlebnis von «Farbe» in Rüthis aktueller Malerei annehmen kann.

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Fr

25

Mai

2018

Woman Outsider

718 in Fläschchen gefangene Seelen in Puppengestalt hängen an Fäden an einer gigantischen Hängevorrichtung. Josette Rispal (*1946, lebt in Paris) schafft eine fantastische Welt aus Puppen, die zuweilen lebensgross sind, begleitet von Masken und Lichtskulpturen. Sie bestehen aus Fundstücken, die mit edlen Materialien wie Bronze, Muranoglas oder Schmucksteinen kombiniert sind. Mit ihnen erschafft die Künstlerin ein von Gefühlen, Erinnerungen und Träumen atmosphärisch aufgeladenes Universum.

 

 

 

 

 

 

 

Josette Rispal  ist eine von neun Künstlerinnen, die der Aussenseiterkunst zugeordnet werden können. Es fällt auf, dass die Mehrzahl der Werke der Aussenseiterinnen Sabrina Gruss, Olivia Etter (*1956, lebt in Zürich), Vivianne De Bueren (1927-2016), Christiane Alanore (*1924, lebt in Cannes), Ida Buchmann (*1911-2001), Giuseppina Pastore (*1940-2000), Judith Scott (*1943-2005) und Rosemarie Koczy (1939-2007) ungeheuer authentisch sind und vor Originalität strotzen. Materielle Einschränkungen scheinen nicht zu existieren. Diese Frauen kümmern sich weder um traditionelle Kunstbegriffe, gesellschaftliche Normen noch um konventionelle Lebensformen; sondern sie sind ganz sich selbst. Wir begegnen Wunderbarem, Unergründlichem und Heiligem. Keine Frau ist von den dunklen Seiten der Existenz verschont geblieben, welche sich in ihren Werken einzigartig manifestieren, und so in einer jeden Frau gewidmeten Nische zum Tragen kommen.

 

Dass Kunst eine Art sein kann, wie Menschen ihr Schicksal akzeptieren und es in etwas Magisches verwandeln, führt das mit Totentanz-Motiven angereicherte Gruselkabinett von Sabrina Gruss (*1986, Paris, lebt in der Provence) geradezu exemplarisch vor Augen. Mit zahllosen Fundstücken, auch mit sterblichen Überresten von Tieren erschafft sie Mischwesen, die eigenartig berühren und doch fremd sind. In einem Interview mit Jennifer Gori im «Beautiful Bizarre Magazine», Juni 2014, erklärte die Künstlerin, dass sie durch ihre Skulpturen lerne, die Angst vor dem Tod zu überwinden. «Jede meiner «Kreaturen» verbirgt ihre geheime Geschichte, die ich erfahren werde und die sich irgendwann mit meiner mischen wird. Ich begrabe sie, dann grabe ich sie aus, setze sie neu zusammen, ... . Dieses Aufeinandertreffen zwischen Tod und Kunst, entweder tragikomisch oder poetisch, fasziniert mich. Ich weiss nicht, ob die Verwendung von Knochen anderen hilft, ihren eigenen Tod leichter zu akzeptieren, aber für mich ist es so.»  

 

Musée Visionnaire, Zürich, bis 30. 9.

Fr

25

Mai

2018

Uriel Orlow „Theatrum Botanicum“ als Spiegel der Kolonialisierung Südafrikas

„Mandelas Gold“ nennt man die Pardiesvogelpflanze seit der Ernennung von Nelson Mandela zum Präsidenten von Südafrika. Die Arbeit „Grey, Green, Gold“ (2015-17) beleuchtet seine achtzehnjährige Gefangenschaft (1964-1982). Im Gefängniskomplex bepflanzte Mandela einen Garten und versteckte darin das Manuskript seiner später veröffentlichen Biographie.

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