Jean-Luc Manz — Notebooks (1999-2014)

Jean-Luc Manz — Notebooks (1999-2014)

 

Anlässlich der Herausgabe von vierzehn Skizzenbüchern von Jean-Luc Manz (*1952, Neuenburg) in Buchform durch das Musée Jenisch sind in zwei Erdgeschossräumen Arbeiten auf Papier aus den Jahren von 1999 bis 2014 präsentiert.

Beim Durchblättern dieses reichhaltigen Fundus, der gleichzeitig das Archiv des Künstlers bildet, gewinnt man tiefen Einblick in seinen kreativen Prozess. Darunter finden sich viele vorbereitende Skizzen, die ihren Ausgangspunkt von gefundenen Motiven oder Medienbildern belegen. Sie zeugen von einer noch immer andauernden formalen und farblichen Recherche im Bereich der Abstraktion, zumal Manz seine Bildsprache in einem steten Dialog mit älteren oder zeitgenössischen Vertretern der abstrakten Malerei entwickelt, fühlt er sich doch als ein wichtiger Vertreter der postmodernen Abstraktion der «Neo-Geo» Stilrichtung verbunden. Zahlreiche Kompositionen sind als Serien angelegt und resultieren aus sehr persönlichen Experimenten mit geometrischen Formen (etwa dem Motiv einer Backsteinmauer oder einer Hausfassade), denen er sehr treu geblieben ist.

Andere leitet er aus kunsthistorischen Motiven oder direkt von Beobachtungen aus der Mit- und Umwelt ab – sei es das Detail eines Kleidungsstücks oder Erinnerungen an Personen. Die Skizzenbücher veranschaulichen, dass sich seine vielfach einfachen Kompositionen in ein abstraktes Formenvokabular einschreiben, welches oft auf alltägliche Erscheinungen zurückzuführen ist. Die in den Skizzenbüchern ausgewählten und gesammelten Blätter mit eigenwillig assozierten, arrangierten und frei collagierten Bildern ermöglichen mit ihrer Veröffentlichung einen frischen Blick auf das bisherige Werk von Jean-Luc Manz.

 

Musée Jenisch Vevey, bis 16. August 2015.

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